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Degressive Abschreibung 2025: Voraussetzungen, Regeln und Beispiele einfach erklärt

Degressive Abschreibung 2025: Voraussetzungen, Regeln und Beispiele einfach erklärt

Einleitung

Die degressive Abschreibung 2025 ist für Unternehmen und Selbstständige interessant, die in neue bewegliche Wirtschaftsgüter investieren. Sie ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen eine höhere steuerliche Abschreibung in den ersten Jahren der Nutzung.

Die aktuelle gesetzliche Regelung sieht vor, dass bestimmte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft oder hergestellt werden, degressiv abgeschrieben werden können. Der degressive Abschreibungssatz darf höchstens das Dreifache des entsprechenden linearen Abschreibungssatzes betragen und gleichzeitig 30 Prozent nicht überschreiten.

Die Grundlage dafür ist § 7 Absatz 2 des Einkommensteuergesetzes.

Was ist die degressive Abschreibung?

Die Abschreibung verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines abnutzbaren Wirtschaftsguts steuerlich über dessen Nutzungsdauer.

Bei der klassischen linearen Abschreibung wird jedes Jahr grundsätzlich derselbe Betrag abgeschrieben. Bei der degressiven Abschreibung ist das anders: Hier wird ein gleichbleibender Prozentsatz auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet.

Dadurch fällt der Abschreibungsbetrag normalerweise von Jahr zu Jahr.

Einfach gesagt:

Je höher der Restbuchwert, desto höher ist die Abschreibung.

Wenn der Restbuchwert später sinkt, wird auch der jährliche Abschreibungsbetrag kleiner.

Was gilt bei der degressiven Abschreibung 2025?

Für die degressive Abschreibung 2025 ist vor allem das Anschaffungs- oder Herstellungsdatum wichtig.

Die aktuelle Regelung gilt für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft oder hergestellt worden sind.

Das bedeutet: Eine Investition vom 1. Juli 2025 kann grundsätzlich in den Anwendungszeitraum fallen, sofern die übrigen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Eine Investition, die bereits vor dem 1. Juli 2025 angeschafft oder hergestellt wurde, fällt dagegen nicht allein aufgrund des Jahres 2025 unter diese neue Regelung.

Wie hoch ist die degressive Abschreibung?

Der maximale degressive Abschreibungssatz beträgt 30 Prozent.

Allerdings darf nicht automatisch jedes Wirtschaftsgut mit 30 Prozent abgeschrieben werden. Das Gesetz enthält zusätzlich eine weitere Begrenzung.

Der degressive Prozentsatz darf höchstens das Dreifache des Prozentsatzes der entsprechenden linearen Abschreibung betragen.

Es müssen deshalb immer beide Grenzen berücksichtigt werden:

  • höchstens das Dreifache des linearen AfA-Satzes
  • höchstens 30 Prozent

Der tatsächlich zulässige Satz hängt somit von der jeweiligen Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts ab.

Wie wird die degressive Abschreibung berechnet?

Bei der degressiven Methode wird nicht jedes Jahr der ursprüngliche Kaufpreis als Berechnungsgrundlage verwendet.

Stattdessen wird der Prozentsatz auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet.

Ein Beispiel macht das deutlich.

Ein Unternehmen kauft eine Maschine für 20.000 Euro. Für dieses Beispiel wird angenommen, dass ein degressiver Abschreibungssatz von 30 Prozent zulässig ist.

Im ersten Jahr:

20.000 Euro × 30 Prozent = 6.000 Euro

Nach dieser Abschreibung verbleibt ein Restbuchwert von:

20.000 Euro − 6.000 Euro = 14.000 Euro

Im zweiten Jahr:

14.000 Euro × 30 Prozent = 4.200 Euro

Der neue Restbuchwert beträgt:

14.000 Euro − 4.200 Euro = 9.800 Euro

Im dritten Jahr:

9.800 Euro × 30 Prozent = 2.940 Euro

Der Restbuchwert sinkt damit weiter.

Dieses Beispiel zeigt das Grundprinzip der degressiven Abschreibung: Der Prozentsatz bleibt gleich, aber die Berechnungsgrundlage wird jedes Jahr kleiner.

Beispiel für mehrere Jahre

Bei einem Anschaffungswert von 20.000 Euro und einem angenommenen degressiven Satz von 30 Prozent ergibt sich vereinfacht folgende Entwicklung:

Jahr Restbuchwert zu Beginn Abschreibung Restbuchwert
1. Jahr 20.000 € 6.000 € 14.000 €
2. Jahr 14.000 € 4.200 € 9.800 €
3. Jahr 9.800 € 2.940 € 6.860 €
4. Jahr 6.860 € 2.058 € 4.802 €

Das Beispiel dient ausschließlich zur Veranschaulichung. Bei einer tatsächlichen Steuerberechnung müssen unter anderem Nutzungsdauer, Anschaffungszeitpunkt und zeitanteilige Abschreibung berücksichtigt werden.

Welche Wirtschaftsgüter können degressiv abgeschrieben werden?

Die allgemeine Regelung betrifft bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Maschinen
  • technische Anlagen
  • bestimmte Betriebsausstattung
  • bestimmte Geschäftsausstattung
  • andere abnutzbare bewegliche Anlagegüter

Entscheidend ist jedoch immer, ob das konkrete Wirtschaftsgut die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

Immobilien und Gebäude fallen nicht unter diese allgemeine Regelung für bewegliche Wirtschaftsgüter. Für Gebäude gelten teilweise eigene Abschreibungsvorschriften.

Unterschied zwischen linearer und degressiver Abschreibung

Die lineare und die degressive Abschreibung unterscheiden sich vor allem bei der Höhe der jährlichen Abschreibung.

Bei der linearen Abschreibung wird der Abschreibungsbetrag grundsätzlich gleichmäßig über die Nutzungsdauer verteilt.

Bei der degressiven Abschreibung wird dagegen ein fester Prozentsatz auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet.

Dadurch ist die Abschreibung bei der degressiven Methode insbesondere am Anfang häufig höher.

Lineare Abschreibung

  • gleichmäßige Abschreibungsbeträge
  • einfache Verteilung über die Nutzungsdauer
  • jedes Jahr grundsätzlich derselbe Betrag

Degressive Abschreibung

  • Abschreibung auf den Restbuchwert
  • höhere Beträge können in den ersten Jahren entstehen
  • Abschreibungsbetrag sinkt normalerweise mit dem Restbuchwert

Kann von degressiv auf linear gewechselt werden?

Ja. Ein Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung ist nach den gesetzlichen Voraussetzungen möglich.

Das kann interessant werden, wenn die lineare Abschreibung auf den verbleibenden Restbuchwert und die verbleibende Nutzungsdauer irgendwann zu einem höheren jährlichen Abschreibungsbetrag führt.

Ein Wechsel von der linearen zur degressiven Abschreibung ist dagegen nicht in gleicher Weise möglich.

Deshalb sollte die Wahl der Abschreibungsmethode von Anfang an sorgfältig geprüft werden.

Was bedeutet die degressive Abschreibung für Unternehmen?

Die degressive Abschreibung kann dazu führen, dass ein Unternehmen in den ersten Jahren einer Investition höhere Abschreibungsbeträge steuerlich berücksichtigt.

Eine höhere Abschreibung reduziert grundsätzlich den steuerlichen Gewinn, sofern das Wirtschaftsgut betrieblich genutzt wird und die entsprechenden steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Unternehmen insgesamt weniger Steuern über die gesamte Nutzungsdauer bezahlt. Die Abschreibungsmethode beeinflusst vor allem, wann die steuerliche Berücksichtigung der Kosten erfolgt.

Die degressive Methode kann deshalb insbesondere für Unternehmen interessant sein, die ihre Investitionen steuerlich früher berücksichtigen möchten.

Zeitanteilige Abschreibung beachten

Bei einer Anschaffung oder Herstellung während des Jahres muss außerdem die zeitliche Nutzung berücksichtigt werden.

Für die steuerliche Abschreibung gelten besondere Regeln zur zeitanteiligen Berücksichtigung. Deshalb darf bei einer konkreten Berechnung nicht einfach immer der volle Jahresbetrag angesetzt werden.

Der genaue Abschreibungsbetrag für das Jahr 2025 hängt unter anderem vom Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt ab.

Besonderheit bei Elektrofahrzeugen

Für bestimmte Elektrofahrzeuge gibt es zusätzlich eine besondere steuerliche Abschreibungsregel.

Für entsprechende Elektrofahrzeuge, die zum Anlagevermögen gehören und im gesetzlich bestimmten Zeitraum angeschafft werden, gelten besondere Prozentsätze über mehrere Jahre.

Für diese Fahrzeuge ist deshalb zwischen der allgemeinen degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter und der speziellen Regelung für bestimmte Elektrofahrzeuge zu unterscheiden.

Die besondere Elektrofahrzeugregel sollte nicht mit der allgemeinen degressiven Abschreibung gleichgesetzt werden.

Kann die degressive Abschreibung mit anderen steuerlichen Möglichkeiten kombiniert werden?

Unter bestimmten Voraussetzungen können neben der normalen Abschreibung auch Sonderabschreibungen in Betracht kommen.

Beispielsweise enthält das Einkommensteuergesetz für bestimmte kleinere und mittlere Unternehmen Regelungen zu Sonderabschreibungen.

Ob eine solche Kombination im konkreten Fall möglich ist, hängt von den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen ab. Deshalb sollte nicht allein anhand des Kaufpreises entschieden werden.

Häufige Fragen zur degressiven Abschreibung 2025

Was ist die degressive Abschreibung 2025?

Die degressive Abschreibung 2025 ist eine steuerliche Abschreibungsmethode für bestimmte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. Dabei wird ein gleichbleibender Prozentsatz auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet.

Wie hoch darf die degressive Abschreibung maximal sein?

Der maximale degressive Abschreibungssatz beträgt 30 Prozent. Zusätzlich darf der Satz höchstens das Dreifache des entsprechenden linearen Abschreibungssatzes betragen.

Ab wann gilt die Regelung?

Für die aktuelle Regelung müssen die entsprechenden beweglichen Wirtschaftsgüter nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft oder hergestellt worden sein.

Gilt die Regelung für jedes Wirtschaftsgut?

Nein. Die allgemeine Regelung betrifft bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. Außerdem müssen die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Wird immer vom ursprünglichen Kaufpreis abgeschrieben?

Nein. Bei der degressiven Abschreibung wird der festgelegte Prozentsatz auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet.

Wird die Abschreibung jedes Jahr kleiner?

In der Regel ja. Da der Restbuchwert sinkt, wird bei einem gleichbleibenden Prozentsatz auch der Abschreibungsbetrag kleiner.

Kann man später zur linearen Abschreibung wechseln?

Ja. Ein Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung ist nach den gesetzlichen Regeln möglich.

Ist die degressive Abschreibung immer besser?

Nicht unbedingt. Welche Methode sinnvoller ist, hängt von der individuellen Situation, dem Wirtschaftsgut, der Nutzungsdauer und der steuerlichen Situation des Unternehmens ab.

Lesen Sie einen weiteren Artikel: Mietwohnung:

Fazit

Die degressive Abschreibung 2025 bietet Unternehmen eine Möglichkeit, bestimmte Investitionen steuerlich in den ersten Jahren stärker zu berücksichtigen. Die Regelung gilt für bestimmte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft oder hergestellt werden.

Der maximale degressive Abschreibungssatz liegt bei 30 Prozent. Gleichzeitig darf der Satz höchstens das Dreifache des entsprechenden linearen AfA-Satzes betragen.

Der wichtigste Unterschied zur linearen Abschreibung besteht darin, dass die degressive Abschreibung auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet wird. Dadurch sind die Abschreibungsbeträge zu Beginn häufig höher und nehmen im Laufe der Zeit ab.

Wer die degressive Abschreibung 2025 konkret für eine Maschine, ein Fahrzeug oder eine andere Investition anwenden möchte, sollte die genaue Nutzungsdauer, das Anschaffungsdatum und die weiteren steuerlichen Voraussetzungen prüfen.

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